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Aktien Frankfurt Schluss: Zinssorgen drücken Dax nach unten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat nach der Feiertagspause am Donnerstag an seine jüngsten Verluste angeknüpft. Der deutsche Leitindex ging mit einem Abschlag von 0,35 Prozent auf 12 244,14 Punkte aus dem Handel. Vor allem Zinssorgen drückten auf die Kurse, die tags zuvor durch die gestiegenen US-Anleihenrenditen in den USA und Aussagen von US-Notenbank-Chef Jerome Powell ausgelöst worden waren. Dies kostete auch die Wall Street kräftig Punkte, die damit als möglicher Stimmungsaufheller ausfiel.

Vor diesem Hintergrund konnten jüngste Entspannungssignale im Konflikt zwischen der italienischen Regierung und der EU nur kurzzeitig für mehr Kauflust und Gewinne im Dax sorgen. Für den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax ging es noch deutlicher bergab, er verlor 1,26 Prozent auf 25 629,10 Punkte.

Viele Investoren fürchten nun, dass die Zinsen in den USA schneller steigen könnten als bisher erwartet. Fed-Chef Powell hatte am Vorabend ein schnelleres Tempo weiterer Zinsanhebungen angedeutet als gemeinhin gedacht. In den USA zogen daraufhin die Kapitalmarktzinsen deutlich an, in der Folge gingen auch die Anleiherenditen in Deutschland und anderen Euroländern in die Höhe. Dies wiederum hat Folgen für die Aktienmärkte, weil Aktien so im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren an Attraktivität verlieren. Gleichzeitig befeuerten die steigenden Zinsen erneut die Sorgen um die Schwellenländer./tav/he


Quelle: dpa-AFX

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