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Aktien Asien: Chinas Börse auf Talfahrt wegen Sorge um Staatseingriff

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Sorgen über das weltweite Wirtschaftswachstum haben am Donnerstag die wichtigsten Börsen Asiens belastet. Vor allem in China wurden deutliche Verluste verzeichnet, denn dort kursierten Spekulationen über Eingriffe der Regierung an der Börse. Angeblich werde erwogen, den starken Lauf des sich bisher in diesem Jahr weltweit am besten entwickelnden chinesischen Aktienmarktes zu bremsen. Das wiederum gab chinesischen Anleihen Auftrieb.

Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandbörsen büßte in seiner letzten Handelsstunde 1,67 Prozent auf 4017,42 Punkte ein. Im bisherigen Jahresverlauf hat er damit dennoch rund ein Drittel an Wert hinzugewonnen. Ein Stratege sagte, dass die Behörden in China seit jeher in das Marktgeschehen eingriffen und die Märkte etwa über staatliche Fonds oder behördliche Kommentare in Zeitungen beeinflussten. Aktuell gebe es Anzeichen dafür, dass sich der Staat über die Geschwindigkeit der Börsenrally sorge und Aktienkäufe über Kredite beschränken wolle.

Der Hang Seng in Hongkong verlor zuletzt 0,72 Prozent auf 29 903,50 Punkte.

In Japan indes hielt sich der Nikkei 225 stabil mit plus 0,11 Prozent auf 21 711,38 Punkten. Die Anteile der Sumco Corp zählten mit minus 4 Prozent im Leitindex zu den größten Verlierern. Eine Gewinnwarnung des deutschen Waferherstellers Siltronic dürfte ein Mitauslöser gewesen sein. Wegen einer weiter schleppenden Nachfrage kappte Siltronic seinen ohnehin schon vorsichtigen Jahresausblick. Das Unternehmen verwies vor allem auf die allgemeine konjunkturelle Abkühlung, geopolitische Unsicherheiten sowie den immer noch laufenden Lagerbestandsabbau in der Branche./ck/jha/


Quelle: dpa-AFX

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