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Aktien Frankfurt: Rally nimmt Auszeit - Interesse an Commerzbank

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Halbjahreshoch des Dax am Vortag hat der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte eine Pause eingelegt. Nach einer Rally des Dax von mehr als 15 Prozent seit Jahresbeginn trat der Leitindex am Mittwochmittag auf der Stelle. Zuletzt handelte er 0,11 Prozent höher auf 12 114,22 Zähler.

Unterstützend für die Börsen wirkt laut Helaba-Analyst Ulrich Wortberg die "erhöhte Risikobereitschaft infolge nachlassender Konjunktursorgen". Daten aus China untermauerten diese Einschätzung: Die Wirtschaft der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft wuchs im ersten Quartal mit 6,4 Prozent stärker als erwartet.

Der MDax gab um 0,10 Prozent auf 25 748,95 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,10 Prozent auf 3466,97 Punkte.

Ein kurz vor Handelsschluss am Vortag veröffentlichter Bericht im "Manager Magazin" zur Commerzbank gab den Papieren des Frankfurter Geldhauses weiter Auftrieb. Nach einem Kursplus von rund 3 Prozent am Dienstag stiegen sie um weitere 3,1 Prozent. Das Wirtschaftsmagazin hatte über ein Kaufinteresse des niederländischen Finanzkonzerns ING berichtet. Sprecher der ING, der Commerzbank und des Bundesfinanzministeriums wollten den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren.

Im Dax fielen die Aktien der Deutschen Telekom um 2,1 Prozent. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, die geplante Fusion der Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint in den USA stoße auf erheblichen Widerstand der Kartellwächter. In der geplanten Form dürften die Wettbewerbshüter dem Deal wohl nicht zustimmen, hieß es unter Berufung auf Insider.

Aktien der Halbleiterbranche wurden von gut aufgenommenen Ergebnissen des Branchenausrüsters ASML und der Hoffnung auf eine rasche Vorstellung eines 5G-iPhones durch Apple angetrieben. Infineon rückten um 1,5 Prozent vor auf ein Hoch seit Anfang September. Papiere des Wafer-Herstellers Siltronic verteuerten sich gar um mehr als 7 Prozent.

Sartorius lagen mit einem Verlust von gut 4 Prozent am Ende des MDax, in dem auch Siemens Healthineers 2,7 Prozent einbüßten. Börsianer begründeten die Verluste mit schwachen Ergebnissen des schweizerischen Pharmariesen Roche im Geschäftsfeld Diagnostik.

Um knapp ein Prozent nach oben ging es für die Anteile des Nutzfahrzeugzulieferers SAF-Holland . Dieser erhielt einen Millionenauftrag vom österreichischen Lkw-Anhängerhersteller Schwarzmüller.

Dass die Privatbank Berenberg nun positiver für Brenntag gestimmt ist und sie zum Kauf empfiehlt, verhalf den Papieren zu einem Kursgewinn von 1,3 Prozent./bek/jha/


Quelle: dpa-AFX

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