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Aktien Frankfurt Eröffnung: Politische Unsicherheiten verdrängen Zinseuphorie

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Zinseuphorie der vergangenen Woche gewinnen am deutschen Aktienmarkt die politischen Unsicherheiten langsam wieder die Oberhand. Der deutsche Leitindex Dax knüpfte am Dienstagmorgen an die Verluste der vergangenen beiden Handelstage an und gab in den ersten Minuten um 0,35 Prozent auf 12 231,63 Punkte nach.

Wenige Tage vor dem G-20-Gipfel, auf dem US-Präsident Donald Trump und sein Amtskollege Xi Jinping über den bislang ungelösten Handelskonflikt sprechen wollen, halten sich die Anleger zunehmend bedeckt. Zudem gewinnt der Konflikt zwischen den USA und Iran an rhetorischer Schärfe. Die Kombination aus hohen politischen Risiken und mittlerweile recht hohen Bewertungen halte viele von Aktienkäufen ab, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Die Begeisterung der Investoren über die lockere Geldpolitik der Notenbanken, die in der vergangenen Woche den Dax bei 12 438 Punkten auf den höchsten Stand seit September 2018 gehievt hatte, hat damit zumindest vorerst an Zugkraft eingebüßt.

Auch im breiteren Markt scheint die jüngste Börsenrally zunächst verpufft: Der MDax , in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, lag zuletzt moderat mit 0,12 Prozent im Minus bei 25 440,26 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rutschte um 0,37 Prozent auf 3442,79 Punkte ab./tav/mis


Quelle: dpa-AFX

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