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Aktien Asien Schluss: Gewinnmitnahmen nach durchwachsenen Geschäftszahlen

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - An den Börsen Asiens haben am Donnerstag Gewinnmitnahmen eingesetzt. Nach der Rally der letzten Wochen und zuletzt durchwachsenen US-Unternehmensberichten sei es keine Überraschung, dass Investoren keinerlei Toleranz für Enttäuschungen zeigten, erklärte Analyst Alec Young von FTSE Russell.

Anleger beschäftigt zudem weiterhin die jüngste Andeutung von US-Präsident Donald Trump zum seit Monaten schwelenden Handelskonflikt mit China. Trump sagte, er könne sich vorstellen, weitere Importzölle gegen die Volksrepublik zu verhängen.

Derweil veröffentlichte die US-Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht Beige Book, der die amerikanische Wirtschaft zuletzt wenig verändert sieht. Sie sei jüngst in einem "gemäßigten" Tempo gewachsen. Die Märkte rechnen fest mit einer Leitzinssenkung zur Stützung der Konjunktur in rund zwei Wochen. Auch asiatische Anleger beobachten die wirtschaftliche Situation der USA vor dem Hintergrund des Handelsstreits genau.

In Japan fiel der Nikkei 225 um 1,97 Prozent auf 21 046,24 Punkte. Damit setzt der japanische Leitindex seine Talfahrt in der laufenden Woche fort. Nach einer Feiertagspause zu Wochenbeginn hatte er schon an den vorigen Tagen etwas tiefer geschlossen. Obendrauf kamen nun enttäuschende Konjunkturdaten: Japans Exportmotor stottert wegen der Handelsstreits. Im Juni sank der Wert der Ausfuhren überraschend stark und bereits zum siebten Mal in Folge.

In Hongkong gab der Hang Seng kurz vor Handelsschluss um 0,57 Prozent nach. Der CSI 300 , der die 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, lag zuletzt 0,53 Prozent im Minus./niw/la/fba


Quelle: dpa-AFX

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