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AKTIE IM FOKUS: Goldman-Sachs-Studie belastet Deutsche Wohnen nur kurzzeitig

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen haben am Dienstag nach einer aufgegebenen Kaufempfehlung durch Goldman Sachs ihre anfänglichen Verluste reduziert. Erst waren sie um 1,6 Prozent gefallen, dann aber begrenzten sie ihr Minus auf nur noch knappe 0,2 Prozent. Im MDax wurden sie damit sogar zu einem der besten Indexwerte. Hilfreich war dabei der defensive Charakter des Immobiliensektors, der europaweit an einem sehr schwachen Börsentag am ehesten gefragt war.

In einer Branchenstudie hatte Goldman Sachs die Aktien zwar von "Kaufen" auf "Neutral" abgestuft, dies aber weniger mit neuen Unsicherheiten, sondern der zuletzt überdurchschnittlichen Kurssteigerung begründet. Seit dem Tief im August haben sich die Papiere bislang um etwa ein Viertel erholt, was Analyst Jonathan Kownator damit begründete, dass einzelne Elemente der neuen Gesetzgebung zum Schutz für Mieter nicht so negativ seien, wie es der Markt zuvor erwartet habe.

Ungeachtet dessen verwies Kownator nun in seiner Studie darauf, dass regulatorische Risiken für das Immobilienunternehmen im Berliner Wohnungsmarkt noch einige Zeit anhalten könnten. Er glaubt aber, dass das angekündigte und bis zu 750 Millionen Euro schwere Aktienrückkaufprogramm dazu beitragen werde, den Preis je Aktie kurzfristig auf dem aktuellen Niveau zu halten./eas/tih/jha/


Quelle: dpa-AFX

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