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ROUNDUP: Brenntag verdient trotz Corona-Krise mehr

ESSEN (dpa-AFX) - Der Chemikalienhändler Brenntag hat trotz der Corona-Pandemie den Gewinn im Auftaktquartal gesteigert. "Die Auswirkungen der Pandemie auf unsere geschäftliche und finanzielle Leistung waren im ersten Quartal begrenzt", sagte der neue Unternehmenschef Christian Kohlpaintner am Donnerstag laut Mitteilung in Essen. Brenntag konnte die Geschäftstätigkeit in seinen Standorten weltweit aufrechterhalten. Die Aktie legte im frühen Handel um 6,8 Prozent zu.

Anfang April hatte Brenntag wegen der Corona-Pandemie seine Jahresprognose ausgesetzt. Eine Prognose soll es erst wieder geben, wenn die Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft eingeschätzt werden können.

Im ersten Quartal legte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um rund neun Prozent auf 263 Millionen Euro zu. Dazu trugen fast alle Regionen bei. Schlechter lief es für Brenntag hingegen in Nordamerika. Hier belastete das Geschäft mit der Öl- und Gasindustrie. Unter dem Strich blieb ein für die Aktionäre entfallender Nettogewinn von 113,7 Millionen Euro - das waren gut acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz verharrte mit 3,2 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau.

"Neben der positiven Entwicklung beim operativen Ebitda haben wir erneut einen hohen Cashflow erzielt", sagte Finanzchef Georg Müller. Gerade in der jetzigen Zeit sei das eine wichtige Komponente und bedeute Stabilität auch im Hinblick auf die Unsicherheiten für den weiteren Jahresverlauf. Der freie Barmittelzufluss betrug im ersten Quartal knapp 162 Millionen Euro und erreichte damit fast das Niveau des Vorjahres.

Das Brenntag-Management plant, weiterhin 1,25 Euro je Aktie an die Aktionäre und damit 5 Cent mehr als im Vorjahr auszuschütten, teilte das Unternehmen weiter mit. Die Hauptversammlung will Brenntag am 10. Juni online abhalten./mne/men/stk


Quelle: dpa-AFX

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