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ROUNDUP: DMG Mori rechnet wegen Corona-Krise mit starken Einbußen im Gesamtjahr

BIELEFELD (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer DMG Mori geht nach einem schwachen zweiten Quartal wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie für 2020 von deutlichen Einbußen aus. "Die wirtschaftliche Lage ist und bleibt herausfordernd", sagte Vorstandsvorsitzender Christian Thönes am Dienstag bei Vorlage von Zahlen zum zweiten Quartal in Bielefeld. Doch das Unternehmen sei gut aufgestellt und werde weiter schwarze Zahlen schreiben. Die Aktie gab im Mittagshandel um 0,25 Prozent nach.

Im Gesamtjahr 2020 soll der Auftragseingang auf rund 1,6 Milliarden Euro und der Umsatz auf rund 1,65 Milliarden Euro zurückgehen, wie DMG Mori mitteilte. Für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) peilt das Unternehmen rund 60 Millionen Euro an. Die freien Barmittel (Free Cashflow) sollen ausgeglichen sein. 2019 hatte der Auftragseingang noch bei knapp 2,6 Milliarden Euro, der Umsatz bei 2,7 Milliarden und das Ebit bei fast 222 Millionen gelegen. DGM Mori hatte seine alten Jahresziele bei Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal zurückgezogen.

Im zweiten Quartal brachen wegen der Corona-Krise Umsatz und Ergebnisse ein. Die Corona-Pandemie präge weiter die gesamtwirtschaftliche Lage und führe zu einem starken Rückgang der weltweiten Werkzeugmaschinennachfrage, teilte DMG Mori weiter mit. Das Ergebnis nach Steuern sackte im Jahresvergleich im zweiten Quartal um 86 Prozent auf 5,2 Millionen Euro ab. Das operative Ergebnis (Ebit) sank um 85 Prozent auf 7,9 Millionen Euro.

Der Umsatz schrumpfte um 41 Prozent auf 380 Millionen Euro. Der Rückgang ist auch zum Teil darauf zurückzuführen, dass Maschinen wegen der internationalen Grenzschließungen sowie von Kundenseite verfügten Fabrikschließungen nicht mehr ausgeliefert werden konnten, wie DMG Mori erklärte. Engpässe bei Transport und Logistik hätten dabei zusätzlich eine Rolle gespielt. Die freien Barmittel waren mit 43 Millionen Euro negativ, nach einem plus von 50,4 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Auftragseingang halbierte sich von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 344 Millionen Euro. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei knapp 1,1 Milliarden Euro, was laut DMG Mori rechnerisch einer Reichweite von durchschnittlich fünf Monaten entspricht./mne/ssc/stk


Quelle: dpa-AFX

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